THE STORY OF NOX

1993:
Martin Schaberl, Michael Kneihs, Martin Kratky und Gerald Al-Shami lernen einander bei einem sommerlichen Musik-Workshop kennen und bereiten die Band vor. Der Name: NOX.

1994:
Nach der Konzertpremiere im Jänner steigt David Mayrl für den ursprünglichen Saxophonisten ein und bereichert den Bandsound mit der Querflöte. Aus der Idee, eine Demo-Cassette für Veranstalter aufzunehmen wird mehr: Im Grazer Neue Welt-Studio entsteht binnen drei Tagen eine lange Version der Demo. Hier bewährt sich die Arbeit als Live-Band. Die ersten Tonträger sind Cassetten, danach werden in mühevoller Kleinarbeit CDs gebrannt. Zweifellos Raritäten, denn die CDs selbst sind - bis auf die Original-Autogramme der Musiker - nackt.

1996:
Nach zahlreichen Konzerten in Musiklokalen, Jazzkellern und Bühnen kommt der vorläufige Höhepunkt: ein Auftritt beim Jazzfest Wien in der Kammeroper.

1997:
Auftritt beim Jazzfest Wiesen und im Wiener Musiktempel Porgy & Bess. Zeit, die musikalische Entwicklung der Band abermals im Studio festzuhalten, aber diesmal auf Compact Disc. "Yellow Clouds" ist die erste, ernsthaft für den Verkauf in größeren Mengen bestimmte CD - professionell aufgenommen und abgemischt in den GM-Studios in Mödling. Sie erscheint unter eigenem Label im Vertrieb der emv.
Ende des Jahres - nachdem die Arbeit an der CD abgeschlossen war - verlässt Gründungsmitglied Michael Kneihs die Band, um sich ausschließlich eigenen Projekten zu widmen. Seinen Platz an Keyboards und Piano nimmt der Salzburger Burkhard Frauenlob ein.

1998:
Am 9. Mai wird "Yellow Clouds" im Porgy & Bess in Wien präsentiert, am 14. Mai im WIST Moserhofgasse in Graz. Das Echo in der Presse und im Publikum ist enorm. Die erste Auflage der CD wird voraussichtlich im Sommer vergriffen sein. Ein Tippfehler auf den CDs der ersten Auflage wir die ersten Käufer zu stolzen Besitzern einer Art "gelben Mauritius" machen.

1999:
Nach einem Besuch beim Kulturinstitut der Österreichischen Botschaft in Warschau Einladung zum größten Jazzfestival Polens, dem “Jazz Jamboree”. Nachdem Marek Stryszowski, Organisator des zweitgrößten Jazzfestivals Polens, dem “Zaduszki Jazzowe”, unsere aktuelle CD gehört hatte, wollte auch er NOX bei “seinem” Festival haben. So ergab sich nach langen Verhandlungen die NOX Poland Tour ’99 mit zwei weiteren Jazz-Club-Konzerten.

2000:
Nach längerer “Pause” im Frühjahr und dem Ausscheiden von Burkhard Frauenlob waren durch das Wegfallen der Keyboards und damit der gewohnten Klangflächen plötzlich neue musikalische Ideen im Hinterkopf von Martin Schaberl. Durch die Idee, eine neue Instrumentierung mit einem zweiten Blasinstrument auszuprobieren, kam die Band nach längerem Suchen im Herbst auf Martio Vavti an der Posaune und der Basstrompete. Gregor Josel kam Ende des Jahres als neuer Schlagzeuger an die Stelle von Gerald Al-Shami, der durch eine lange Reise nicht mehr mit einem Substitut zu ersetzen war.

2001:
Neue Köpfe, neue Ideen, neue Perspektiven, neuer Klang für die Band. Der gewohnte Fusionklang mit Keyboards und Unisono-Linien von Saxophon und Gitarre, der NOX Engagements auf internationalen Festivals bescherte, wich einer neuen klanglichen Offenheit und mehr Freiraum für Improvisation. NOX ist nun jazziger denn je, versucht durch neue Formstrukturen offene Improvisationsteile ins Spiel einfließen zu lassen. Die Altflöte, die akustischen Gitarren, die Electric Sitar und Loops erweitern den Klang der bisherigen Instrumentierung. Die intensive Probenarbeit mit frischem Wind durch die beiden neuen Musiker lässt das neue Quintett schnell wieder zur richtigen Band werden und so ergibt sich auch bald die konkrete Idee für eine neue CD.

2002:
Nach intensiver Probenarbeit an neuen Stücken und neuen Arrangements älterer Stücke gehen die Mannen von NOX mit einem Konzert am 23. Februar im Wiener Musiktempel Porgy & Bess in die Endphase ihrer ersten Schaffensphase nach Neubesetzung und Neuinstrumentierung. Dieses Konzert wurde im hauseigenen Aufnahmestudio mitgeschnitten. An den Maschinen Martin Vetters. NOX ist seit über 10 Jahren ein fixer Bestandteil der jungen österreichischen Jazzszene. Waren die Kompositionen in den ersten 8 Jahren durch den Klangteppich von Keyboards unterstützt eher in Fusion und Groove beheimatet, hat sich NOX in den vergangenen Jahren verstärkt zur zeitgemäßen Jazzmusik hin orientiert.

Die Live-CD „New Ideas“ ist die bereits dritte CD-Einspielung dieser Band und ist über Österreichs Grenzen hinaus über den Vertrieb der „Extraplatte“ zu bekommen. Zuletzt konnte die Studioproduktion „Yellow Clouds“ (1998) nationale und internationale Beachtung erzielen.

Die Arrangements werden jetzt von zwei Blasinstrumenten melodisch getragen, oft kontrapunktisch gesetzt, der filigrane Klang der Gitarre, elektrisch und akustisch, vervollständigt wohl durch Harmonien wie auch durch die dritte Stimme die polymelodische Farbe im neuen Klangbild der Band. Durch mehr Mut zu Offenheit einerseits und durch Einflüsse von originärer Musik verschiedener Kulturen bis hin zur klassischen Musik andererseits ergeben sich auch neue Formstrukturen, die wieder offenere Improvisationen ans Tageslicht treten lassen. In weiterer Folge werden elektronische Möglichkeiten wie z. B. Loop-Machines diese Strukturen sich weiterentwickeln und vielleicht sogar aufbrechen lassen. Who knows? - M. S.

2004:
Elf Jahre nach Gründung seiner Formation geht Martin Schaberl - nun mit internationaler Besetzung (Jan Balaz – saxes, flute| Patrik Lerchmüller – trombone | Wolfram Derschmidt – basses | Klaus Fürstner – drums) - wieder in die Offensive. Veranstalter in ganz Europa bekunden ihr Interesse an Konzerten mit NOX. Die Band ist bereit für 2005.

2005:
Aufgrund von gesundheitlichen Problemen ist es Jan Balaz vorübergehend nicht möglich, Konzerte zu spielen. Für ihn wird Jure Pukl (saxophone, SLO) engagiert. Für 2006 sind u. a. eine Tour in Polen mit Joachim Mencel (piano, PL) und durch die USA mit André Bush (guitar, USA) geplant.

2006:
Die Vorbereitung der Tour mit André Bush (guitar, USA) und Joachim Mencel (piano, PL) nimmt konkrete Formen an. Einerseits wird an Terminen an der Westküste der USA, andererseits in Mitteleuropa (A, D, CH, PL, CZ) gebastelt.